Tasmota-LogoHausautomation - jeder spricht darüber. Aber auch so ziemlich jeder hat eine andere Vorstellung davon, wie Hausautomation funktionieren sollte. Ich gebe zu, ich bin da eher altmodisch veranlagt. Ich benötigte selten solche hochgradigen Bedingungen um einen Effekt auszulösen. Bei mir handelt es sich meist darum, Lichter ein- und auszuschalten. Für dieses Szenario muss man nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen und einen MQTT-Server mit allem drum und dran zum Einsatz bringen. Eigentlich reicht es, die entsprechende Steckdose/Schalter zu festen Zeiten oder bei Sonnenauf- bzw -untergang zu schalten.

Das erste Problem, was es zu lösen gilt, ist entsprechend schaltbare Hardware zu finden. Anfangs bin ich auf den AVM-Zug aufgesprungen und habe deren schaltbaren Steckdosen verwendet. Die haben in meinen Augen jedoch zwei Nachteile: Erstens sind sie recht teuer und klobig und zweitens kann man nur eine begrenzte Anzahl dieser Steckdosen an einer Fritzbox betreiben.

Tasmota-Steckdose

Als neue Alternative habe ich mir Tasmota-Steckdosen besorgt. Diese sind per WLAN ansprechbar und wesentlich kleiner als die AVM-Steckdosen. Darüber hinaus sind sie zukunftssicherer, da sie auch mit MQTT-Servern kommunizieren können und zu guter letzt wesentlich günstiger sind als AVM-Produkte. Für 4 Tasmota-Steckdosen sind rund 30 Euro zu bezahlen. Eine AVM-Steckdose kostete mich das letzte Mal um die 60 Euro...

Wie aus dem Bild ersichtlich sind die Steckdosen nur unwesentlich größer als ein Schuko-Stecker. Das macht den Einsatz i. d. R. wesentlich einfacher, weil in Mehrfachsteckdosen nicht die Plätze neben dem Steckplatz unbrauchbar werden.

Schaltbar ist dieser Steckdosen-Plugin über normale HTTP-Befehle oder MQTT-Ausgabe. Als schöner Nebeneffekt kann diese Steckdose auch die Leistung messen und ausgeben. Es ist also eine schöne Grundlage für weitere Automationsprojekte.

Da ich aktuell noch keinen MQTT-Server im Heimnetz betreibe, habe ich mir die HTTP-Variante angesehen. Mit kurzen Aufrufen an die IP-Adresse der Steckdose lässt sie sich schalten. Das funktioniert reibungslos. Bei mir werden diese Plugs im Wesentlichen dafür genutzt, Lichterketten oder Zusatzbeleuchtung ein- und auszuschalten. Wann braucht man Licht? Bei Sonnenuntergang geht es los. Wie lange? Nun, zwei Szenarien sind denkbar: erstens bis zu einem festen Ausschaltzeitpunkt oder zweitens bis Sonnenaufgang.

Und genau für diese beiden Szenarien habe ich mir ein kleines Tool geschrieben, den PowerPlugSwitcher. Erledigt wurde das mit dem mono-Framework - kann aber auch für NET kompiliert werden. Das Tool kann beliebig viele Plugins verwalten bzw. steuern. Standard ist die Schaltung per Sonnenauf- und -untergang. Somit spart man sich das ewige Anpassen der Schaltzeiten über das Jahr.  Es wird aber auch ein fester Ausschaltzeitpunkt pro Tag unterstützt.

Inzwischen ist das Tool seit einigen Wochen bei mir im Einsatz und erfüllt seinen Zweck hervorragend. Es zeigt wieder, warum mit Kanonen auf Spatzen schießen. Es benötigt fast keine Rechenzeit und kann somit auch auf einem Raspberry PI mit NET- bzw. mono-Laufzeitumgebung eingesetzt werden. Dabei unterstützt das Tool die Definition der Tasks per Konfigurationsdatei. Somit erspart man sich wiederholte Aufrufe des Tools zur Definition der Tasks.

Na? Auf den Geschmack gekommen? Hier könnt ihr den Source-Code runterladen: PowerPlugSwitcher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Tagesschau

Die aktuellen Beiträge der Seite https://www.tagesschau.de/infoservices/alle-meldungen-100.html