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Zu Hause angekommen, realisierte ich, dass mir noch immer kein Arzt anhand von den gewünschten Aufnahmen den mir eigenen Befund erläutert hatte. Da das Krankenhaus eine Bewertung wollte, wandte ich mich an das Beschwerdemanagement. Ein paar Tage später rief mich eine Dame an und vereinbarte einen Termin in der Schilddrüsensprechstunde mit meinem zustständigen Chirurgen. Hier sollte mir die Bilder vorgelegt und der Befund erläutert werden.

Dieser Termin war für mich ausgesprochen informativ. Es ist zwar nicht jedermanns Sache, seine eigenen Organe anzuschauen, mir gab es jedoch die Sicherheit, mich richtig entschieden zu haben. Man konnte deutlich erkennen, dass die Schilddrüse doch im Verhältnis stark vergrößert war. Auch erläuterte die Chirurgin, dass Frauen häufiger zur Kropfbildung nach außen neigen während die Männer die Vergrößerung in Körperinnere ausbilden, so dass von außen i. d. R. nichts zu sehen scheint. Als ich nun meine beiden Schilddrüsenlappen vor mir auf den Bildern begutachten konnte, war ich doch sehr erschrocken, welcher Kloß in meinem Hals als tickende Zeitbombe gesessen hat. Ich denke, es war richtig, das Organ zu opfern. Heute erinnert mich eine etwa 5 cm lange Narbe am Hals an diesen Tag. Noch ist sie farblich sichtbar, es ist ja auch erst 6 Wochen her. Die Hoffnung, dass die Narbe am Ende des Jahres nahezu verblasst ist, besteht nach wie vor.

rechter Schilddrüsenlappen mit großem Knoten

 

knotige Oberfläche linker Schilddrüsenlappen außen

 

linker Schilddrüsenknoten Innenansicht

 

(C) 2019 Michael Kovar


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